Unterschied zwischen Vektorgrafik und Pixelbild

Kennen Sie den exakten Unterschied zwischen einer Vektorgrafik und einem Pixelbild? Wenn nicht finden Sie hier die Antwort. Zudem können Sie sich rund um die häufig auftretenden Fragen zu diesem Thema informieren.

Was ist ein Pixelbild?

Pixelbilder (z. B. Digitalfotos oder Scans) sind aus vertikal und horizontal angeordneten Bildpunkten aufgebaut. Je kleiner diese Punkte beieinander stehen, umso höher die Auflösung des Bildes. Beim Vergrößern eines Pixelbildes werden zwangsweise die Bildpunkte vergrößert, wodurch die Auflösung des Bildes sinkt. Ab einem gewissen Punkt erkennt man die dann zu niedrige Auflösung an Hand von pixeligen, also grob gerasterten, Bildern.

Schrift_Guten-Tag-100-prozent

Pixelbild, Beispielbild 100%, Qualität = OK
Schrift_Guten-Tag-100-prozentPixelbild, Beispielbild bei ca. 300% Vergrößerung = stark pixelig, schlechte Qualität

Warum sind Vektorgrafiken sinnvoll?

Vektorgrafiken (gängig z. B. Firmenlogos) dagegen besitzen keine Auflösung: sämtliche Bildelemente werden hier durch mathematisch definierte Punkte, Kurven und Verbindungen aller Art definiert. Dadurch kann eine Vektorgrafik beliebig skaliert werden, ohne dass pixelige, unsaubere Motive entstehen. Die Datensätze für Schriften (TrueType, PostScript und OpenType) basieren übrigens allesamt auf Vektoren und deren Definitionen.

Infografik-Vektoren-Erklaerung

Verwendung

Als Grundregel dient: Im Printbereich sollten Logos, Signets, Schriften und Infografiken soweit möglich als Vektorgrafiken angelegt werden. Diese Objekte können später sorglos für sämtliche Einsatzzwecke im Layout verwendet und skaliert werden. Eine Umwandlung in ein Pixelbild ist immer problemlos möglich. Andernfalls drohen Probleme im Druck: Schriften oder Grafiken, welche als Pixelbilder zu Grunde liegen, können nicht optimal und randscharf abgebildet werden, da die Wiedergabe zwangsweise gerastert erfolgt. Bei der Verwendung im Non-Print Bereich (z. B. Internet) ist der Qualitätsunterschied, bedingt durch die niedrigere Ausgabeauflösung von Computermonitoren, übrigens nicht ganz so drastisch.

Wie erkennt man den Unterschied?

Vergrößern Sie die Bildschirmansicht eines Bildausschnitts drastisch – beispielsweise auf 800% Größe. Treten nun keinerlei Unsauberkeiten auf, handelt es sich bei dem Bild mit Sicherheit um eine Vektorgrafik. Andernfalls liegt Ihnen ein Pixelbild vor.

Bilddatenformate – wie speichert man richtig?

Es existieren zahlreiche Bilddatenformate. Jedoch unterstützen nicht alle Dateiformate Vektorgrafiken. Pixelbilder hingegen können in beinahe allen Datenformaten integriert werden.

EPS = optimal für Vektorgrafiken

TIF, JPG = nur für Pixelbilder geeignet

Welche Software für was?

Pixelbilder werden in Bildbearbeitungsprogrammen wie Adobe Photoshop gehandelt. Typische Vektorgrafikprogramme sind Adobe Illustrator, Freehand, CorelDraw. Allerdings bieten die meisten Programme Bearbeitungsmöglichkeiten für Pixel- und Vektorobjekte an.